Mi Perro...

...De Agua Español

Obama-Hund?

Nein, ein Perro de Agua Español ist KEIN Obama-Hund!

...Aber folgende Erfahrung hat mich dazu bewogen, diesen Beitrag zu schreiben:

„Mei is des aba a scheena Pudl“, höre ich immer wieder, wenn ich mit meinem Hund spazieren gehe. „Un so a Iiwadiewa“, kommt meist noch hinterher (was so viel heißt wie Temperamentsbündel oder Wildfang). 

Klar, außerhalb Bayerns klingt das Ganze natürlich anders, gemeint ist in der Regel jedoch immer das selbe. Im Grunde spielt es aber auch gar keine Rolle wo man sich gerade befindet, denn im Schlepptau eines Spanischen Wasserhundes fällt man definitiv auf – überall. Zum einen liegt das sicher daran, dass der Perro de Agua Español (das ist übrigens seine korrekte Bezeichnung) eine eher seltene Hunderasse ist, der man eben nicht an jeder Staßen- oder Wiesenecke begegnet. Überdies sieht so ein „Perro" nun mal auch wirklich ausgesprochen apart aus, und durch sein außergewöhnliches Temperament zieht er sowieso spielend (im wahrsten Sinne des Wortes) sämtliche Aufmerksamkeit auf sich.

So vergeht also kaum eine Gassi-Runde, ohne dass ich auf meine Hunde angesprochen werde. Dabei kann ich regelmäßig die wildesten Spekulationen verfolgen, sobald gerätselt wird, um was für eine Rasse es sich wohl handeln könnte. Der Pudel, der wohl bekannteste Lockenhund, ist dabei ganz eindeutig der Favorit. Dicht gefolgt von diversen "Designer" Rassen und natürlich den unterschiedlichsten Mischvarianten. Nachdem ich dann diesen ersten Irrtum schließlich aufgekläre – da ich eher sprechfaul bin und weitere Ausführungen gerne vermeide, mach ich das eigentlich immer gleich auf Deutsch – bekomme ich von meinen Gegenüber entweder ein völlig überraschtes: „Ein was? Ein WASSERHUND??? So was hab ich ja noch nie gehört“ zur Antwort, oder – und das leider viel häufiger – ein absolut unaufgeklärtes dafür umso überzeugteres: „Ah ja klar, ein Obama-Hund“. Falsch! Denn abgesehen davon, dass es gar keine Hunderasse gibt, die sich Obama-Hund nennt, so ist auch nicht jeder Wasserhund zwangsläufig mit "Bo", dem berühmten Hund der Amerikanischen Präsidentenfamilie gleichzustellen.

Tatsächlich werden unter der Kategorie „Wasserhunde“ zurzeit acht anerkannte Rassen geführt. Diese teilen sich wiederum auf in die "alten", ursprünglichen Rassen: den Barbet aus Frankreich, den Lagotto Romagnolo aus Italien, den portugiesische Cao de Agua Portugés und den Perro de Agua Español; und die „neueren“ Rassen, die vermutlich durch Kreuzungen mit den alten Wasserhunderassen entstanden sind. Zu diesen zählen der Niederländische Wetterhoun, der Irish Waterspaniel, der American Waterspaniel und der English Waterspaniel, der allerdings seit Anfang des 20. Jahrhunderts als ausgestorben gilt. Wie ihre Bezeichnung „Wasserhund“ im Grunde schon verrät, haben sie zumindest eines gemein: die besondere Affinität zu dem nassen Element. Aber auch ihre Fellstruktur und die auftretenden Farben sind ähnlich. Dennoch handelt es sich bei allen um eigenständige Rassen, die sich in Größe, Körperbau und Wesen zum Teil sehr voneinander unterscheiden.

 

Nebenbei bemerkt...

 

Der ja mittlerweile weltbekannte „Obama-Hund“ ist übrigens ein Cao de Agua Portugués, also ein Portugiesischer Wasserhund. Und ausgerechnet dieser ähnelt dem Spanischen Wasserhund  am allerwenigsten.

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