Mi Perro...

...De Agua Español

Allergiker-Hund?

 

Das Märchen vom hypoallergenen Hund

 

Es war einmal... 

...ein amerikanischer Präsident, der bereits zu Beginn seiner Amtszeit vor einem großen Problem stand. Eine seiner beiden Töchter litt nämlich an einer unheilbaren Krankheit: einer Allergie gegen Hunde. Ein Hund war jedoch der größte Herzenswunsch der beiden Mädchen und zudem war es auch seit jeher Tradition, dass mit jedem Machtinhaber ein Haustier im Weißen Haus lebte. Der Präsident liebte seine Töchter über alles und wollte nichts mehr, als deren sehnlichsten Wunsch zu erfüllen. Und natürlich wollte er auch ein guter Präsident sein, der keine Traditionen bricht. Er versprach also seinen Kindern und seinem Volk, dass er eine Lösung für dieses Problem und einen Hund für seine Töchter finden würde. So rief er Wissenschaftler und Spezialisten auf, zu erforschen, welche Hunderasse für seine allergische Tochter geeignet sei. Bald darauf zog der Portugiesische Wasserhund „Bo“ im Weißen Haus ein. Als hypoallergener "presidents-dog" erlangte er innerhalb kürzester Zeit weltweite Berühmtheit und entfachte Hoffnung bei hunderttausend Allergikern....

So in etwa begann das Märchen vom hypoallergenen Hund. Denn seit dem Hype um Bo, den „Obama-Hund“, kursiert hartnäckig der Irrglaube, dass es sich bei dem Wasserhund grundsätzlich um eine Hunderasse handelt, die keine Allergien auslöst.

Die Idee dahinter gründet auf der Eigenschaft dieser Hunde, keinen Fellwechsel zu haben. Das klingt jedoch allenfalls im ersten Moment logisch, denn auch im Fell eines nichthaarenden Hundes haften Unmengen an potentiellen Allergenen. Selbst wenn ein Hund nicht haart, so ist sein Fell voll von Hausstaubmilben, Pollen, Grassamen und dergleichen, die ein zusätzliches Risiko für allergiebereite Personen darstellen.

Ein weiterer Trugschluss besteht darin, grundsätzlich nur das Fell für eine Hundeallergie verantwortlich zu machen. Reine Hundehaar-Allergien gibt es zwar, sie kommen faktisch jedoch nur sehr selten vor. Tatsächlich sind es in erster Linie Proteine, also Eiweiße aus Hautschuppen, Speichel und Urin des Hundes, die Hauptauslöser für allergische Reaktionen beim Menschen sind. Diese Eiweiße trägt jeder Hund in sich – unabhängig von Rasse und Fellbeschaffenheit. Allerdings kann die Konzentration dieser Allergene von Hund zu Hund, und sogar innerhalb einer Rasse, durchaus unterschiedlich hoch sein.

Das erklärt, warum manche Menschen auf den einen Hund sofort mit heftigsten allergischen Beschwerden reagieren und auf einen anderen Hund so gut wie gar nicht. Vorhersagbar ist das allerdings nicht. Es gibt bisher leider keinen aussagekräftigen Test, mit dem man seine Reaktionsbereitschaft auf einen bestimmten Hund vorab sicher feststellen kann.

Erschwerend hinzu kommt, dass sich die Allergenbeschaffenheit eines Hundes im Laufe seiner Entwicklung verändern kann. So kommt es durchaus vor, dass einige Menschen auf einen Welpen reagieren, während der erwachsene Hund keine Probleme mehr bereitet. Der umgekehrte Fall ist allerdings ebenso denkbar.

Die einzige Möglichkeit herauszufinden, ob man auf einen Hund reagiert oder nicht, ist ein ausgiebiger und intensiver Kontakt mit diesem, und das über einen möglichst langen Zeitraum. Und selbst wenn sich dadurch tatsächlich eine Verträglichkeit bestätigen lassen sollte, besteht bei einem allergiebereiten Menschen immer das Risiko, dass sein Immunsystem irgendwann doch anfängt Alarm zu schlagen. Die Konsequenzen wären: Ein Leben mit den entsprechenden Symptomen, die unter Umständen die dauerhafte Einnahme starker Medikamente notwendig macht, oder – und das ist, wozu ein Arzt fast immer raten wird – die Abschaffung des Allergieauslösers.

Ergo:

Mit „Bo“, dem Obamahund, wurde eine große Marktlücke entdeckt. Seit dem werden die wildesten Lockenhund-Rassen gezüchtet, von denen jede die beste „Allergenfreiheit“ verspricht. Ein Züchter, der ausdrücklich mit Allergikerhunden wirbt, sollte äußerst kritisch betrachtet werden; meist steckt reine Profitgier dahinter. Diese Händler bereichern sich skrupellos an den falschen Hoffnungen, die sie selbst säen. Auf Kosten ohnehin schon leidender Menschen und ohne Rücksicht auf das Schicksal der Welpen „produzieren“ sie ein Trendprodukt. Nur in den seltensten Fällen ist es tatsächlich reine Unwissenheit – und auch das spricht nicht gerade für einen seriösen und kompetenten Hundezüchter.

Es gibt in der Tat Hunde, die mehr oder weniger „allergikerfreundlich“ sind. Ein Perro de Agua Español kann also durchaus der richtige Hund für einen allergiegeplagten Menschen sein. Das ist allerdings nicht zwangsläufig Rasseabhängig und vor allem sehr individuell. Die Reaktionsbereitschaft kann von Person zu Person ganz unterschiedlich sein. Das muss jeder Allergiker für sich selbst herausfinden. Jeder gewissenhafte Züchter wird darauf hinweisen und gerne beraten.

Wer allerdings zu einer Tierallergie neigt, sollte sich sehr genau überlegen, ob er es verantworten kann und will, sich einen Hund ins Haus zu holen. Dieser wird zu einem Familienmitglied werden, das sehr viel Liebe gibt und dankbar nimmt. Er wird dem Menschen schon in kurzer Zeit bedingungslose Treue und sein grenzenloses Vertrauen schenken. Die Verantwortung für dieses hohe Gut trägt der Mensch – auch der allergische.

Und selbst wenn er das Tier vermeintlich verträgt, muss jedem Menschen mit Allergiebereitschaft bewusst sein, dass auch verspätet Symptome auftreten können, mit denen er dann entsprechend umgehen muss...

Übrigens...

Die Entscheidung für eine bestimmte Rasse sollte niemals nur aufgrund einer „Verträglichkeit“ getroffen werden. Der Charakter, die besonderen Eigenschaften und Bedürfnisse des Hundes müssen ebenso berücksichtigt werden und „passen“. Gerade der Wasserhund hat seine ganz speziellen Eigenschaften, die ein Leben mit ihm nicht unbedingt einfach machen.

Wenn sich ein Mensch dazu entschließt einen Hund anzuschaffen, dann ist es für den Menschen eine planbare Zeit seines Lebens.

Für den Hund dagegen ist es alles was er hat ......

......... es ist sein Leben!

Blog-Achiv

Züchter im VDH

Mitglied im Verein

 

PERRO DE AGUA ESPAÑOL
INITIATIVE DEUTSCHLAND E.V.

 

Wühltischwelpen, nein Danke - Eine Initiative von Tasso, VDH, TVT,GTVMT,Vier Pfoten und Dogs